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Alle in der Richthofen-Kaserne Dedelstorf stationierten Einheiten pflegten Patenschaften mit umliegenden Gemeinden.
Der Schützenverein Ahnsbeck hatte an der Pflege der Patenschaft maßgeblichen Anteil und zu diesem Zwecke sogar stets einen Soldatenverbindungsmann beauftragt. Dieses Amt wurde zunächst jahrzehntelang von unserem Ehrenoberschatzmeister Ernst Sonemann übernommen.
Die 3. Batterie, die Patenbatterie der Ahnsbecker, konnte dabei auf die längste Patenschaft zurückblicken, denn bereits 1963 wurde die erste Initiative durch die damals noch 3./35 gestartet, als der BattChef Hauptmann Rudolf von Klocke den BttrFw, Feldwebel Heinz Schütte zusammen mit dem BttrOffz Leutnant Henning Sturm ausschickte, eine geeignete und interessante Gemeinde zu erkunden.

 Schützenfestumzug 1967 in Ahnsbeck mit dem Maskottchen "Cassius" der 3./35
Mit einem offenen Geländewagen fuhren die beiden durch die Dörfer und waren in Ahnsbeck angetan von der Schönheit des Ortes mit seiner auffallend breiten, von Rotdornbäumen gesäumten Hauptstraße. Nach einigen Ehrenrunden erkundigten Sie sich nach dem Haus des Bürgermeisters und fanden dort den amtierenden Bürgermeister Herbert Bangemann, einen ehemaligen Kapitänleutnant, der beide Soldaten mit den Worten empfing "Meine Herren, auf Sie warte ich schon lange".
Damit war der Grundstein für die später fast 30 Jahre bis zur Auflösung des Bataillons bestehende Patenschaft zwischen der 3. Batterie und der Gemeinde Ahnsbeck gelegt.
Offizielles Gründungsdatum ist der 10. Mai 1964 als die Soldaten der 3. Batterie erstmals öffentlich in Ahnsbeck anläßlich des Kreisverbandstreffens des Deutschen Soldatenbundes und der Kyffhäuserkameradschaft des Kreises Celle auftraten.
 Schützenfest 1967 in Ahnsbeck Antreten am Ehrenmal der Gemeinde
Seinen Eindruck faßte der BttrChef Hptm. v. Klocke damals mit den Worten zusammen: "Die Bevölkerung ist begeistert gewesen, die 3. Batterie hat einen guten Kontakt und auch ein wenig Heimat gefunden."
Seit dieser Zeit bis heute, auch nach Auflösung der Patenschaft, ist diese Verbindung durch eine Vielzahl immer wiederkehrender Aktivitäten auf beiden Seiten geprägt. So nimmt noch heute, im Jahr 2005 und damit 11 Jahre nach der Auflösung der 3. Batterie, jährlich eine kleine Abordnung der Reservisten der 3. Batterie am Umzug zum Ehrenmal anläßlich des Ahnsbecker Schützenfestes teil.
Im Jahre 2005 wurde auch der Gedenkstein, der ursprünglich in Dedelstorf und nach Auflösung des Bataillons 1993 auf dem Platz der 3. Batterie in der Patengemeinde Ahnsbeck eingeweiht wurde, gründlich erneuert. Dank des Einsatzes des ehemaligen Spießes der 3. Batterie, Heinz Schütte konnte dafür die metallene Inschrift des Gedenksteines in Edelstahl neu hergestellt werden.
 Gedenkstein in Ahnsbeck am Platz der 3. Batterie
Die Inschrift lautet, wie im Original: "3. Batterie PzArtBtl 35 - Aufgestellt 1.10.1962" und erinnert an das Aufstellungsdatum der 3. Batterie im Jahre 1962.
Diese Inschrift schmückt nun wieder den prächtig in seinen früheren Farben leuchtenden Gedenkstein.
Somit wird für jeden Ahnsbecker Bürger und die vielen Gäste, die zum Beispiel anläßlich des Maibaumaufstellens, bei der Parade des Schützenfestes oder zu einem der drei jährlich stattfindenden Backtage den Platz in der Ortsmitte passieren, die Erinnerung an die fast 30 Jahre währende Patenschaft der Gemeinde Ahnsbeck und Ihrer Bürger mit der 3. Batterie des Panzerartilleriebataillon 335 (35) in Dedelstorf aufrecht erhalten.
Weitere Informationen unter: http://www.richthofenkaserne.de
Bilder: Herbert Günther (Bild 1,2,3), Ahnsbeck, Meinhard F. Günther (Bild 4), Ahnsbeck
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